Ich bin Donna. Unser Sohn ist im November 2021 auf die Welt gekommen. Als ich nach der Karenz zurück zu Ganz Schön Gesund kam, hab ich diesen Text zum ersten Mal geschrieben – weil ich selbst Probleme hatte, mein neues Ich anzunehmen. Ein ehrlicher Bericht einer frischgebackenen Mama hätte mir damals sehr geholfen. Heute, ein paar Jahre später, schreibe ich ihn weiter.

Neun Monate rauf, neun Monate runter – stimmt das?
Diesen Satz kennt fast jede Mama. Die ehrliche Antwort: Jeder Körper ist anders. Niemand kann sagen, wie dein Körper nach einem Monat, nach neun Monaten oder nach ein paar Jahren aussieht. Gleichzeitig heißt es überall, dass wir „unseren Körper zurückbekommen“ müssen. Das macht Druck. Dabei muss es nichts Schlechtes sein, dass sich dein Körper verändert.
Die Wochenbett-Doula Mandy Major beschreibt vier Phasen, die mir damals Orientierung gegeben haben:
- Ich sehe immer noch schwanger aus: in den ersten Tagen, oft auch in den ersten zwei Wochen ganz normal.
- Nicht mehr schwanger, aber noch nicht wieder ich: Ein flacher Bauch sechs Wochen nach der Geburt ist die Ausnahme, nicht die Regel.
- Eine gemischte Tüte: Drei bis sechs Monate nach der Geburt entwickelt sich jeder Körper anders – so wie schon vor der Schwangerschaft.
- Die neue Normalität: Die meisten Frauen finden zwischen 6 und 18 Monaten nach der Geburt ihren Rhythmus.
Wirst du dann wieder aussehen wie vor dem Baby? Das kann niemand versprechen. Aber du wirst wieder bei dir ankommen.
Was sich nach der Geburt verändert
Bauch und Bauchmuskeln
Die Geburt ist keine Wunderpille. Direkt danach sieht der Bauch oft noch aus wie im sechsten Monat. Die Gebärmutter braucht Zeit, um sich zurückzubilden, und die Bauchmuskeln waren monatelang stark gedehnt. Kleine Polster an Bauch, Hüften und Oberschenkeln bleiben oft länger, manchmal bis zu einem Jahr. Auch wenn du insgesamt abnimmst: Die Proportionen können sich verändert haben. Das ist normal.
Haare
In der Schwangerschaft sorgt das Östrogen bei vielen für volles Haar. Nach der Geburt sinkt der Spiegel, und die Haare fallen aus, manchmal büschelweise. Ich hatte selbst massiven Haarausfall und hab mich vor jedem Haarewaschen gefürchtet. Obwohl ich wusste, dass das normal ist, war es schwer zu akzeptieren. Auch das ging vorbei – heute hab ich jede Menge neue Babyhaare.
Haut
Hormone, Stress und Müdigkeit zeigen sich auch im Gesicht. Manche Frauen bekommen nach der Geburt eine schönere Haut – ich hatte Glück. Andere kämpfen mit Pickeln, Pigmentflecken oder einem fahlen Teint, weil der Schlaf fehlt. Was die Schwangerschaft an Akne oder Flecken gebracht hat, kann wieder verschwinden oder bleiben.
Was mir in der Zeit danach geholfen hat
- Zuerst der Kopf: Bevor ich an meinem Körper gearbeitet hab, musste ich an meinen Gedanken arbeiten. Ein Satz, den ich mir oft gesagt hab: „In mir ist ein Baby gewachsen, das ich geboren habe und um das ich mich immer noch kümmere.“
- Geduld mit der Bewegung: Ich wollte schnell wieder in Form sein. Mein Körper brauchte aber Geduld, Zärtlichkeit und Vorsicht. Mit Training hab ich erst nach der Freigabe durch Ärztin und Hebamme begonnen.
- Viel trinken: Besonders in der Stillzeit braucht dein Körper mehr Flüssigkeit. Ich hatte immer eine Flasche Wasser griffbereit.
- Einfach gut essen: Vielfalt, Maß und Ausgewogenheit statt komplizierter Pläne. In den erschöpften ersten Wochen hilft regelmäßiges Essen auch der Stimmung.
- Die Haut pflegen: Mit der richtigen Pflege kannst du zuhause viel tun. Bei Bedarf schauen wir uns deine Haut gemeinsam an und stimmen die Pflege auf die Mama-Zeit ab.
- LPG Endermologie: Ein Jahr nach der Geburt hab ich viel trainiert und mich gesund ernährt, und die weiche Haut am Bauch und die Cellulite waren trotzdem da. Als ich aus der Karenz zurückkam, hab ich mich von meinen Kolleginnen mit LPG behandeln lassen: eine sanfte, nicht-invasive Massage, die das Gewebe anregt und sich wunderbar entspannend anfühlt. Mehr dazu unter LPG Endermologie.

Heute: kein optimaler Körper – und trotzdem stärker
Ich bin Mutter, ich bin sportlich, und ich mag, wie ich aussehe. Aber bevor ich Kinder hatte, war ich immer wieder unsicher. Ich wollte entsprechen und ein bestimmtes Aussehen erreichen. Ich war regelmäßig im Fitnessstudio und war fit. Zufrieden war ich trotzdem nicht. Irgendwas hat mich immer gestört.
Heute hab ich keinen „optimalen“ Körper mehr. Und trotzdem fühl ich mich stärker und selbstbewusster als je zuvor. Mein Bauch darf da sein. Ich spüre, dass meine innere Stärke mehr ausmacht als er. Die Cellulite begleitet mich weiterhin. Aber ich stehe heute gerade, und das verändert, wie ich mich in meinem Körper fühle.
Ins Studio gehe ich jetzt seltener – und zwar, weil es mir guttut, nicht um etwas zu reparieren.
Was sich verändert hat
Nicht mein Körper hat mich überzeugt, sondern mein Blick auf ihn. Früher hab ich mich mit fremden Augen angeschaut. Heute schau ich aus mir heraus. Was ich in den letzten Jahren geschafft habe, gibt mir mehr Halt als jede Zahl auf der Waage.
Am Anfang ist es normal, dass wir uns als Mama ein bisschen vergessen fühlen. Es gibt jetzt ein kleines Wesen, für das wir leben und sorgen. Wenn diese erste Zeit vorbei ist, dürfen wir uns wieder um uns selbst kümmern. Ich sag immer: Glückliche Eltern, glückliches Kind. Das tut nicht nur uns gut, sondern auch unserer Beziehung und unserem Kind.
Eine Frage für dich: Was hast du seit der Geburt geschafft, worauf du stolz sein kannst? Schreib dir drei Dinge auf – auch kleine.
Mamas, es ist nicht immer einfach. Aber wir schaffen das. Wenn ich dir mit nur einer Sache geholfen habe, hat sich dieser Text gelohnt.


